Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 04. Mai 2026
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen
Sebastian Ludwig, Interactive Development
Schorenweg 9, 79312 Emmendingen
E-Mail: mail@matchmaker.team
(im Folgenden „Anbieter“) und seinen Kundinnen und Kunden (im Folgenden „Nutzer“) über die Nutzung der unter app.matchmaker.team bereitgestellten Web-Anwendung „matchmaker“ sowie der zugehörigen Website unter matchmaker.team (zusammen die „App“).
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(3) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer matchmaker als webbasierte Software (Software-as-a-Service) zur Verfügung. Die App unterstützt die Verwaltung von Trainingseinheiten, das Anlegen von Spielergruppen und das algorithmische Erstellen ausgeglichener Teams für Sport- und Trainingszwecke.
(2) Die App ist als „Local-First“-Anwendung konzipiert: Eingaben werden zunächst im Browser des Endgeräts gespeichert (IndexedDB) und – bei angemeldeten Nutzern – mit dem Backend synchronisiert.
(3) Der Anbieter stellt verschiedene Nutzungsformen bereit:
- Demo-Modus: nutzbar ohne Anmeldung mit Beispieldaten. Änderungen werden nicht dauerhaft gespeichert. Für den Demo-Modus kommt kein entgeltlicher Vertrag zustande.
- Testphase: nach Anmeldung und Hinterlegung einer gültigen Zahlungsmethode 14 Tage kostenfreier Vollzugriff (siehe Ziffer 4).
- Pro-Abonnement: kostenpflichtige Nutzung im Monats- oder Jahres-Tarif (siehe Ziffer 5).
(4) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf matchmaker.team. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln, zu ergänzen oder anzupassen, soweit dadurch der Hauptzweck der App nicht eingeschränkt wird.
3. Vertragsschluss und Account-Anlage
(1) Voraussetzung für die Nutzung der entgeltlichen Funktionen ist die Anlage eines Nutzerkontos über eine gültige E-Mail-Adresse. Die Anmeldung erfolgt passwortlos über einen Magic-Link.
(2) Die Darstellung der Tarife auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Der Nutzer gibt durch Auswahl eines Tarifs und Bestätigung im Stripe-Checkout (Klick auf den als zahlungspflichtig gekennzeichneten Bestätigungs-Button) ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements ab. Im Rahmen dieses Bestätigungs-Schritts hat der Nutzer den AGB sowie der Widerrufsbelehrung aktiv zuzustimmen.
(3) Der Vertrag kommt mit der Bestätigungs-E-Mail bzw. der Freischaltung des Pro-Zugangs durch den Anbieter zustande.
(4) Der Anbieter speichert den Vertragstext nicht in einer dem Nutzer zugänglichen Form gesondert ab. Der Nutzer kann die AGB jederzeit unter matchmaker.team/agb abrufen, herunterladen und ausdrucken.
(5) Vertragssprache ist Deutsch.
4. Testphase
(1) Erstkunden erhalten eine 14-tägige kostenfreie Testphase mit vollem Funktionsumfang. Für die Aktivierung der Testphase ist die Hinterlegung einer gültigen Zahlungsmethode beim Zahlungsdienstleister erforderlich. Während der Testphase erfolgt keine Abbuchung.
(2) Die Testphase endet automatisch nach 14 Tagen. Sofern der Nutzer den Vertrag nicht vorher kündigt, geht die Testphase nahtlos in das gewählte kostenpflichtige Abonnement über. Die erste Abbuchung erfolgt am Tag nach Ablauf der Testphase.
(3) Eine Testphase wird je Nutzer nur einmalig gewährt. Sobald der Nutzer eine Testphase begonnen hat, ist eine erneute Testphase nicht möglich.
(4) Die Kündigung während der Testphase ist jederzeit ohne Frist über das Kunden-Portal möglich (siehe Ziffer 6).
5. Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Für die kostenpflichtige Nutzung gelten die folgenden Preise. Alle Preise sind Endpreise in Euro und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19 %:
| Tarif | Mindestlaufzeit | Preis | effektiv pro Monat |
|---|---|---|---|
| Monat | 1 Monat | 3,99 € | 3,99 € |
| Jahr | 12 Monate | 19,99 € | 1,67 € |
(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin). Es gelten die Zahlungsbedingungen von Stripe. Akzeptierte Zahlungsmittel werden im Checkout angezeigt.
(3) Die Vergütung wird mit Beginn der jeweiligen Abrechnungsperiode im Voraus fällig. Beim Jahres-Tarif wird der Gesamtbetrag der Mindestlaufzeit im Voraus berechnet.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Pro-Funktionsumfang nach vorheriger Mahnung mit angemessener Frist zu sperren. Die Pflicht zur Zahlung der ausstehenden Vergütung bleibt unberührt.
(5) Preisänderungen für bestehende Abonnements werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer der Änderung nicht innerhalb dieser Frist, gilt sie als angenommen. Im Falle eines Widerspruchs endet das Abonnement zum Wirksamwerden der Preisänderung; der Anbieter wird den Nutzer hierauf in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.
6. Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Die Mindestlaufzeit ergibt sich aus dem gewählten Tarif (Ziffer 5). Sofern der Vertrag nicht vor Ablauf der Mindestlaufzeit gekündigt wird, verlängert er sich automatisch auf unbestimmte Zeit. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende möglich (§ 309 Nr. 9 BGB).
(2) Die Kündigung erfolgt einfach und ohne Angabe von Gründen über das in der App verlinkte Kunden-Portal des Zahlungsdienstleisters. Alternativ kann die Kündigung formlos per E-Mail an mail@matchmaker.team erklärt werden.
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB sowie bei missbräuchlicher Nutzung der App.
(4) Nach Vertragsende werden die Daten des Nutzers gemäß Datenschutzerklärung gelöscht oder anonymisiert. Der Nutzer ist verpflichtet, benötigte Daten vor Vertragsende selbst zu exportieren; eine Exportfunktion stellt der Anbieter in der App bereit.
7. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbraucher haben das nachstehend beschriebene Widerrufsrecht. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Sebastian Ludwig, Interactive Development
Schorenweg 9, 79312 Emmendingen
E-Mail: mail@matchmaker.team
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das untenstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht. Da während der 14-tägigen Testphase keine Vergütung anfällt, entstehen Ihnen bei einem Widerruf während dieser Phase keine Kosten.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
- An: Sebastian Ludwig, Interactive Development, Schorenweg 9, 79312 Emmendingen, E-Mail: mail@matchmaker.team
- Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: matchmaker Pro-Abonnement
- Bestellt am (*) / erhalten am (*): __________
- Name des/der Verbraucher(s): __________
- Anschrift des/der Verbraucher(s): __________
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): __________
- Datum: __________
- (*) Unzutreffendes streichen.
8. Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der App, schuldet aber keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen sowie Ausfälle bei Subunternehmern (insbesondere Hosting- und Backend-Anbietern) können zu zeitweiligen Unterbrechungen führen.
(2) Die Local-First-Architektur ermöglicht in vielen Fällen eine Weiternutzung der App, auch wenn das Backend nicht erreichbar ist. Änderungen werden nach Wiederherstellung der Verbindung synchronisiert.
(3) Geplante Wartungsfenster werden, soweit zumutbar, vorab in der App oder per E-Mail angekündigt.
9. Pflichten und Verantwortlichkeiten des Nutzers
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (insbesondere Magic-Links) vertraulich zu behandeln und vor unberechtigtem Zugriff Dritter zu schützen.
(2) Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Inhalte, die er in die App eingibt oder über sie verarbeitet. Insbesondere ist er allein verantwortlich, wenn er personenbezogene Daten Dritter (z. B. Namen von Spielerinnen und Spielern) verarbeitet. Der Nutzer ist in diesem Fall datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO und stellt sicher, dass eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten besteht und die betroffenen Personen ordnungsgemäß informiert wurden.
(3) Es wird empfohlen, in der App möglichst Pseudonyme (z. B. Vornamen, Initialen oder Trikotnummern) statt voller Klarnamen zu verwenden.
(4) Der Nutzer stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Nutzer in der App resultieren, soweit der Nutzer die Verletzung zu vertreten hat.
(5) Der Nutzer wird die App nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere nicht zum Versand von Spam, zum Hochladen schadhafter Software oder zur Beeinträchtigung der Verfügbarkeit der App.
(6) Der Anbieter empfiehlt dem Nutzer, regelmäßig Sicherungskopien seiner Daten über die in der App verfügbare Exportfunktion zu erstellen.
10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Anbieter finden sich in der Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Nutzer im Rahmen der Nutzung der App personenbezogene Daten Dritter (insbesondere Spielerlisten) verarbeitet und der Anbieter diese Daten für ihn speichert oder synchronisiert, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die hierzu erforderlichen Regelungen ergeben sich aus dem Anhang „Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung“ (siehe Ziffer 14), der Bestandteil dieser AGB ist und mit Annahme der AGB vom Nutzer mit-akzeptiert wird.
11. Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Anbieters oder eines seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für Schäden, die von der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz umfasst werden.
(2) Bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haftet der Anbieter unbeschränkt.
(3) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur, sofern eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(4) Die Haftung für leicht fahrlässig verursachten Datenverlust ist außerdem auf den Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien durch den Nutzer entstanden wäre.
(5) Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs ausgeschlossen.
12. Änderung der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB zu ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen, höchstrichterliche Rechtsprechung oder zur Anpassung an technische oder wirtschaftliche Entwicklungen erforderlich ist und der Nutzer hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
(2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform (insbesondere per E-Mail) angekündigt. Widerspricht der Nutzer den Änderungen nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen eines Schweigens wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.
(3) Im Falle eines Widerspruchs endet das Vertragsverhältnis zum Wirksamwerden der Änderungen.
13. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verträgen mit Verbrauchern, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, bleiben zwingende Bestimmungen des dort geltenden Verbraucherschutzrechts unberührt.
(2) Sofern der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist auch berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Nutzers zu klagen.
(3) Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die Parteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine Regelung ersetzen, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt.
14. Anhang: Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV)
Diese Vereinbarung konkretisiert die datenschutzrechtlichen Verpflichtungen der Parteien gemäß Art. 28 DSGVO im Rahmen der Bereitstellung der App. Sie ist Bestandteil der AGB und gilt ergänzend zu diesen.
14.1 Gegenstand und Dauer
(1) Gegenstand des Auftrags ist die Verarbeitung personenbezogener Daten, die der Verantwortliche (Nutzer) im Rahmen der Nutzung der App in die App eingibt, durch den Auftragsverarbeiter (Anbieter) zum Zweck der technischen Bereitstellung der App-Funktionen (Speicherung, Synchronisation zwischen Endgeräten, Bereitstellung über das Backend).
(2) Die Vereinbarung gilt für die Dauer des zwischen den Parteien bestehenden Hauptvertrags über die Nutzung der App.
14.2 Art und Zweck der Verarbeitung; Datenkategorien; Betroffene
(1) Art und Zweck: Speicherung, Strukturierung, Abruf, Synchronisation und Löschung personenbezogener Daten zur Bereitstellung der App-Funktionalitäten für den Verantwortlichen.
(2) Datenkategorien: insbesondere Namen oder Pseudonyme von Spielerinnen und Spielern, ggf. spielerische Bewertungsmerkmale (Stärke, Rolle), Zuordnungen zu Gruppen, Trainingseinheiten und Wettkämpfen, Spielergebnisse.
(3) Kategorien betroffener Personen: Spielerinnen und Spieler des Verantwortlichen sowie ggf. weitere Personen, die der Verantwortliche in die App einpflegt (z. B. Trainerkollegen, Mitglieder geteilter Gruppen).
14.3 Pflichten des Auftragsverarbeiters
Der Auftragsverarbeiter
- verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen; die Annahme der AGB sowie die konkrete Eingabe in die App gelten als Weisung;
- gewährleistet, dass die mit der Verarbeitung befassten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen;
- trifft alle gemäß Art. 32 DSGVO erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen (Ziffer 14.5);
- unterstützt den Verantwortlichen mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei der Erfüllung der Betroffenenrechte (Art. 12–23 DSGVO) sowie bei den Pflichten aus Art. 32–36 DSGVO im Rahmen des technisch Zumutbaren;
- löscht oder gibt nach Wahl des Verantwortlichen alle personenbezogenen Daten nach Beendigung des Hauptvertrags zurück, sofern keine gesetzliche Speicherpflicht entgegensteht. Eine Exportfunktion steht dem Verantwortlichen vor Vertragsende in der App zur Verfügung;
- stellt dem Verantwortlichen auf Anfrage die zur Erfüllung der Pflicht aus Art. 28 DSGVO erforderlichen Informationen zur Verfügung.
14.4 Subunternehmer (Subprozessoren)
(1) Der Verantwortliche erteilt mit Annahme dieser Vereinbarung seine allgemeine Genehmigung zur Beauftragung der nachfolgend genannten Subprozessoren:
| Anbieter | Sitz | Zweck |
|---|---|---|
| Supabase, Inc. | USA (produktive Datenhaltung in der EU) | Datenbank, Authentifizierung, serverseitige Funktionen |
| Vercel Inc. | USA | Hosting der Website |
| Stripe Payments Europe, Ltd. | Irland | Zahlungsabwicklung und Abonnementverwaltung |
| Resend, Inc. | USA | Versand transaktionaler und werblicher E-Mails |
(2) Der Anbieter wird den Verantwortlichen über beabsichtigte Änderungen in Bezug auf die Hinzuziehung oder den Austausch weiterer Subprozessoren rechtzeitig vorab informieren. Der Verantwortliche kann der Änderung innerhalb von vier Wochen widersprechen; im Widerspruchsfall ist der Anbieter berechtigt, den Hauptvertrag mit angemessener Frist außerordentlich zu kündigen.
(3) Bei Übermittlungen in Drittländer werden die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission zugrunde gelegt; soweit Subprozessoren unter dem EU–US Data Privacy Framework zertifiziert sind, wird die Übermittlung zusätzlich darauf gestützt.
14.5 Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
Der Anbieter trifft die folgenden Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO:
- Vertraulichkeit: Zugangsbeschränkung zu allen Systemen über individuelle Logins, Passwortpolicy, soweit verfügbar Zwei-Faktor-Authentifizierung; Berechtigungskonzept (Row-Level-Security in der Datenbank); Pseudonymisierung soweit zweckmäßig.
- Integrität: TLS-Verschlüsselung der Datenübertragung; Verschlüsselung der Datenbank im Ruhezustand bei den Subprozessoren; Trennung von Test- und Produktivdaten.
- Verfügbarkeit und Belastbarkeit: regelmäßige automatisierte Backups durch die Backend-Subprozessoren; Wiederherstellungsfähigkeit nach physischem oder technischem Zwischenfall.
- Auftragskontrolle: schriftliche Auftragsverarbeitungsverträge mit allen Subprozessoren gemäß Art. 28 DSGVO.
- Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung: laufendes Patch- und Update-Management der eingesetzten Bibliotheken; Nutzung etablierter und auditierter Cloud-Anbieter mit ISO-27001- bzw. SOC-2-Zertifizierung.
Der Stand der Technik kann zu Anpassungen der Maßnahmen führen; die Schutzziele bleiben dabei gewahrt.
14.6 Schlussbestimmungen der AVV
(1) Bei Widersprüchen zwischen dieser Vereinbarung und Regelungen anderer Vertragsbestandteile gehen die Regelungen dieser Vereinbarung vor.
(2) Sollte das Eigentum des Verantwortlichen an den Daten beim Auftragsverarbeiter durch Maßnahmen Dritter (etwa durch Pfändung oder Beschlagnahme), durch ein Insolvenzverfahren oder durch sonstige Ereignisse gefährdet werden, so hat der Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen unverzüglich zu informieren.